Aromen und ätherische Öle in Speiseölen verstehen – Was riecht und schmeckt wirklich im Öl?

Anton Lamprecht MA Zugang
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Inhaltsverzeichnis

1. Wenn Düfte plötzlich greifbar werden

Im Alltag begegnen uns immer wieder intensive Gerüche. Ein Tropfen Pfefferminzöl auf der Haut, der typische Duft von Erkältungsbalsam, ein Aroma aus Kerzen oder Duftstäbchen – und sofort ist dieser klare, prägnante Eindruck da.

Man erkennt solche Düfte direkt wieder. Sie sind präsent und bleiben im Kopf.

Was dabei meist nicht bewusst ist: Hinter diesen Gerüchen stehen bestimmte Moleküle. Viele davon haben ihren Ursprung in Pflanzen, werden heute aber auch gezielt hergestellt oder nachgebaut.

Und genau hier wird es interessant.

Für den Menschen spielen diese Stoffe seit Jahrhunderten eine Rolle. Kräuter und Gewürze werden traditionell nicht nur wegen ihres Geschmacks geschätzt, sondern auch wegen ihrer vielfältigen Eigenschaften.

Denn diese Duftstoffe verschwinden nicht einfach bei der Verarbeitung. Sie können auch in Lebensmitteln vorkommen, unter Anderem auch in Speiseölen.

Die Frage ist also:
Was riecht und schmeckt eigentlich in Speiseölen – und woher kommt das?

2. Geruch und Geschmack – Zusammenhänge und Grundlagen

Ein wesentlicher Teil unseres Geschmackseindrucks entsteht über die Nase. Flüchtige Moleküle gelangen beim Essen zur Riechschleimhaut und prägen so das Aroma eines Lebensmittels².

Dabei handelt es sich nicht um eine einheitliche Stoffgruppe, sondern um eine Vielzahl unterschiedlicher Verbindungen. Dazu gehören sowohl Bestandteile ätherischer Öle als auch andere flüchtige Aromastoffe, die beispielsweise durch Reifung, Verarbeitung oder chemische Reaktionen entstehen.

Ätherische Öle bilden dabei einen wichtigen, aber nicht alleinigen Teil dieser Aromaprofile. Chemisch handelt es sich um komplexe Gemische aus vielen unterschiedlichen Verbindungen³.

Typische Bestandteile ätherischer Öle sind:

  • Terpene – grundlegende Bausteine pflanzlicher Duftstoffe

  • Terpenoide – weiterentwickelte Varianten mit oft stärkerer Wirkung

  • Phenole – häufig intensiv, würzig und reaktiv

  • Aldehyde – oft frisch, grün oder zitrusartig

  • Ketone – meist kräftig, teilweise kampferartig

Eine einzelne Pflanze enthält dabei selten nur wenige dieser Verbindungen. In vielen Fällen sind es mehrere Dutzend bis über hundert verschiedene Moleküle, die gemeinsam das typische Aromaprofil prägen.

Diese Stoffe kommen in unterschiedlichen Pflanzenteilen vor:

  • Blätter (z. B. Minze, Thymian)

  • Blüten (z. B. Lavendel)

  • Samen (z. B. Schwarzkümmel, Kümmel)

  • Früchte (z. B. Zitrusschalen)

  • Rinde (z. B. Zimt)

Entscheidend ist dabei nicht ein einzelner Stoff, sondern das Zusammenspiel. Schon kleine Veränderungen im Verhältnis dieser Komponenten führen zu deutlich wahrnehmbaren Unterschieden.

3. Duftstoffe in Pflanzen – Entstehung und Funktion

Wie zuvor gezeigt, entstehen Ätherische Öle überwiegend in Blättern, Blüten und äußeren Gewebeschichten von Pflanzen.

Dort befinden sich spezialisierte Strukturen wie Drüsenhaare oder Ölzellen, in denen diese flüchtigen Verbindungen gebildet und gespeichert werden⁴.

Diese Stoffe erfüllen in der Pflanze verschiedene Aufgaben:

  • Hemmung von Mikroorganismen

  • Schutz vor Fraßfeinden

  • Signalwirkung gegenüber Insekten⁵

Diese Effekte wurden zwar zum Teil bereits gut untersucht, allerdings häufig an isolierten Einzelstoffen. In der Pflanze selbst liegen diese Verbindungen jedoch immer als komplexe Mischung vor. Das Zusammenspiel vieler Komponenten kann dabei die Wirkung deutlich verändern, weshalb sich Ergebnisse aus Laboruntersuchungen nicht ohne Weiteres 1:1 auf natürliche Systeme übertragen lassen.

4. Welche Rolle spielen ätherische Öle in unserem Alltag?

Ätherische Öle begegnen uns nicht nur in Pflanzen, sondern auch im Alltag – etwa über Geruch, Geschmack oder als Bestandteil von Gewürzen und Anwendungen.

In der wissenschaftlichen Forschung werden dabei vor allem einzelne Bestandteile ätherischer Öle untersucht. Für verschiedene Verbindungen wurden unter experimentellen Bedingungen unter anderem folgende Eigenschaften beschrieben:

  • antimikrobielle Effekte
    → insbesondere bei Verbindungen wie Thymol oder Carvacrol, die das Wachstum von Mikroorganismen hemmen können⁵

  • entzündungsbezogene Wirkungen
    → beobachtet unter anderem bei verschiedenen Terpenen und phenolischen Verbindungen¹⁷

  • Einfluss auf das Nervensystem
    → Duftstoffe können über den Geruchssinn auf Stress, Stimmung und Entspannung wirken¹⁸

  • verdauungsunterstützende Effekte
    → z. B. durch entspannende Einflüsse auf die Muskulatur des Magen-Darm-Trakts¹⁹

Darüber hinaus können bestimmte flüchtige Verbindungen auch den eigenen Körpergeruch beeinflussen, da sie über Atem oder Haut abgegeben werden.

5. Ätherische Öle, fette Öle und Aromen – eine klare Einordnung

Der Begriff „Öl“ wird im Alltag für sehr unterschiedliche Stoffe verwendet. Chemisch betrachtet handelt es sich jedoch um grundlegend verschiedene Stoffgruppen.

Fette Öle (z.B. Speiseöle)

Fette Öle – also klassische Speiseöle – bestehen überwiegend aus Triglyceriden⁶.
Sie sind:

  • nicht flüchtig

  • energiereich

  • maßgeblich für Konsistenz und Mundgefühl

Typische Beispiele: Rapsöl, Sonnenblumenöl, Leinöl

Wer tiefer in das Thema Fettsäuren einsteigen möchte, findet dazu in unserem Blog einen eigenen Beitrag.

Ätherische Öle

Ätherische Öle hingegen sind chemisch gesehen keine Öle im klassischen Sinn. Sie bestehen aus flüchtigen, meist niedermolekularen Verbindungen wie Terpenen und Terpenoiden.

Typische Eigenschaften sind:

  • hohe Flüchtigkeit

  • kein Fettcharakter

  • starke Geruchswirkung

Der Begriff „Öl“ ist hier historisch bedingt und beschreibt eher das Erscheinungsbild als die chemische Struktur.

Aroma

Der Begriff Aroma beschreibt keine Stoffklasse, sondern die Wahrnehmung eines Lebensmittels⁸.

Ein Aroma entsteht immer durch das Zusammenspiel verschiedener Verbindungen und Prozesse, z.B. aus:

  • Bestandteile ätherischer Öle

  • Reaktionsprodukte (z. B. beim Rösten)

  • oxidative Veränderungen (Reaktion mit Sauerstoff)

Wichtig: Ein intensiver Geschmack bedeutet nicht automatisch „viel ätherisches Öl“, sondern ist immer das Ergebnis mehrerer Prozesse.


6. Wie gelangen Duft- und Aromastoffe in ein Speiseöl?

Die in einem Öl enthaltenen Duft- und Aromastoffe hängen nicht nur vom Rohstoff ab, sondern ganz entscheidend davon, wie dieser verarbeitet wird.

Je nach Verfahren werden unterschiedliche Stoffe freigesetzt, übertragen oder gezielt getrennt. Manche Verbindungen gelangen direkt aus der Pflanze ins Öl, andere entstehen erst während der Verarbeitung.

Die folgenden vier Wege sind dabei besonders relevant und erklären, warum Öle so unterschiedlich riechen und schmecken können.

Mitpressen von Kräutern

Beim Mitpressen werden Samen und pflanzliche Bestandteile wie Kräuter gemeinsam mechanisch verarbeitet. Durch den Druck werden Zellstrukturen aufgebrochen, sodass sowohl das Öl aus den Samen als auch Inhaltsstoffe aus den Pflanzen freigesetzt werden.

Dabei wirkt das austretende Öl als Lösungsmittel: Vor allem lipophile (fettlösliche) Verbindungen können direkt in das Öl übergehen¹³.

Dazu zählen unter anderem:

  • bestimmte Bestandteile ätherischer Öle

  • sekundäre Pflanzenstoffe

  • aromatische Verbindungen aus Kräutern

Im Unterschied zu selektiven Verfahren entsteht hier kein isolierter Extrakt, sondern ein Öl mit einem breiten Spektrum an Inhaltsstoffen.

Typische Beispiele sind:

  • Kräuteröle (z. B. mit Rosmarin oder Thymian)

  • gemeinsam gepresste Gewürzöle

  • Mischöle aus Saat und pflanzlichen Bestandteilen

Das Aromaprofil entsteht dabei direkt im Pressvorgang und nicht durch nachträgliche Zugabe.


Wasserdampfdestillation

Die Wasserdampfdestillation ist das klassische Verfahren zur Gewinnung ätherischer Öle aus Blättern, Blüten oder anderen Pflanzenteilen.

Dabei wird Wasserdampf durch das Pflanzenmaterial geleitet. Flüchtige Verbindungen verdampfen zusammen mit dem Wasser, werden anschließend kondensiert und getrennt.

Dieses Verfahren ist selektiv:

  • erfasst vor allem flüchtige Stoffe

  • lässt schwer lösliche Bestandteile im Pflanzenmaterial zurück

Allerdings kann sich dabei die Zusammensetzung verändern, unter anderem durch:

  • Hitzeeinwirkung

  • Verlust besonders leicht flüchtiger Moleküle

  • Veränderung empfindlicher Verbindungen

Das Ergebnis ist daher kein vollständiges Abbild der Pflanze, sondern ein konzentrierter Ausschnitt bestimmter Bestandteile.


Mazeration

Bei der Mazeration werden pflanzliche Bestandteile über längere Zeit in Öl eingelegt. Die Inhaltsstoffe gehen dabei ohne mechanische Zerstörung langsam in das Öl über. Entscheidend ist auch hier die Löslichkeit:

  • lipophile Stoffe (fettlösliche) gehen gut ins Öl über

  • hydrophile Stoffe (wasserlösliche) verbleiben im Pflanzenmaterial

Flüchtige Verbindungen können dabei teilweise verloren gehen oder sind weniger stark vertreten¹³.

Typische Beispiele sind:

  • Knoblauchöl

  • Ingweröl

  • klassische Kräuteröle

Das entstehende Aroma wirkt häufig runder und weniger spitz als bei anderen Verfahren.


Direkter Übergang aus dem Samen

Bei bestimmten Pflanzen sind aromatische Verbindungen bereits im Samen vorhanden und werden beim Pressen direkt in das Öl überführt.

Dabei spielt die chemische Eigenschaft der einzelnen Moleküle eine zentrale Rolle:

  • lipophile Stoffe gehen gut ins Öl über

  • flüchtige Stoffe können teilweise verloren gehen

  • stabile Verbindungen bleiben weitgehend erhalten

Ein Beispiel dafür ist Schwarzkümmelöl, dessen charakteristisches Aroma aus einer Kombination unterschiedlicher Verbindungen entsteht.

Diese Mischung aus:

  • flüchtigen Bestandteilen

  • stabileren Molekülen

  • fettlöslichen Verbindungen

führt zu einem komplexen und vielschichtigen Aromaprofil.

7. Aromatische Verbindungen im Samen – besondere Fälle wie Schwarzkümmel und Senf

Ätherische Öle entstehen in Pflanzen überwiegend in Blättern und Blüten. Es gibt jedoch Pflanzen, bei denen sich relevante aromatische oder biologisch aktive Verbindungen im Samen befinden.

Schwarzkümmel – lipophile und flüchtige Bestandteile

Beim Schwarzkümmel sind zentrale aromatische Verbindungen bereits im Samen vorhanden und werden beim Pressen direkt ins Öl überführt.

Dazu zählen unter anderem:

  • Thymohydrochinon

  • Nigelon

  • α-Pinen

  • p-Cymol

Diese Verbindungen unterscheiden sich deutlich in ihren Eigenschaften:

  • Terpene (z. B. α-Pinen, p-Cymol) sind lipophil und flüchtig und gehen gut ins Öl über, können aber teilweise verdampfen

  • Quinon-Derivate (z. B. Thymohydrochinon) sind überwiegend lipophil und stabiler im Öl¹⁰

  • Nigelon ist kaum flüchtig und bleibt gut im Öl erhalten⁹

Diese Kombination sorgt für das typische, vielschichtige Aroma von Schwarzkümmelöl.

Senf – Bildung von Schärfe durch Reaktion

Senfsamen enthalten sogenannte Glucosinolate (Senfölglykoside). Beim Zerkleinern der Samen entstehen daraus durch enzymatische Prozesse Isothiocyanate, die für den scharfen Geschmack verantwortlich sind¹¹.

Diese Stoffe wurden in zahlreichen Studien untersucht. Dabei wurden unter anderem beschrieben:

  • antimikrobielle Eigenschaften¹²

  • antioxidative Effekte¹¹

  • Einfluss auf bestimmte Entgiftungsenzyme¹¹

In der Ernährung wird Senf jedoch seit Jahrhunderten vor allem als Gewürz geschätzt.

8. Wissenschaftliche Einordnung – Was weiß man wirklich?

Ätherische Öle und ihre Bestandteile sind in der Forschung vergleichsweise gut untersucht. Dabei stehen häufig einzelne Moleküle im Fokus, die gezielt isoliert und unter kontrollierten Bedingungen getestet werden.

Zu den häufig untersuchten bzw. typischen Verbindungen aus ätherischen Ölen gehören unter anderem folgende Stoffe:

Terpen / Verbindung Vorkommen Zugeschriebene Eigenschaften (aus Studien)
Limonen Zitrusschalen, teilweise in Kräutern antioxidativ, entzündungsmodulierend¹⁴
β-Caryophyllen Oregano, Basilikum, Rosmarin, Pfeffer Interaktion mit dem Endocannabinoid-System, entzündungsbezogen¹⁵
Thymol Thymian antimikrobiell, antioxidativ⁵
Carvacrol Oregano, Thymian antimikrobiell, antibakteriell⁵
1,8-Cineol (Eukalyptol) Rosmarin, Kräutermischungen schleimlösend, entzündungsbezogen¹⁷
Linalool Basilikum, Koriander, Kräutermischungen beruhigend, antimikrobiell¹⁷
Thymochinon Schwarzkümmel antioxidativ, entzündungsbezogen⁷
α-Pinen Kräuter, Schwarzkümmel entzündungsbezogen, bronchienerweiternd (experimentell)¹⁷
p-Cymol Kräuter, Schwarzkümmel antimikrobiell (unterstützend)⁵
Capsaicinoide* Chili stoffwechselbezogen, schärfewahrnehmend¹⁹
Curcuminoide* Curry (z. B. Kurkuma) antioxidativ, entzündungsbezogen¹⁹

 

* keine Terpene, aber Aroma wirksame Verbindungen zur Einordnung

Diese Beispiele zeigen: Ätherische Öle bestehen nicht aus einzelnen Wirkstoffen, sondern aus einer Vielzahl unterschiedlicher Verbindungen, die je nach Pflanze unterschiedlich zusammengesetzt sind.

Diese Ergebnisse sind wissenschaftlich interessant, müssen jedoch differenziert eingeordnet werden.

Ein Großteil der Studien arbeitet mit:

  • isolierten Einzelstoffen

  • deutlich erhöhten Konzentrationen

  • vereinfachten Modellsystemen

Diese Bedingungen unterscheiden sich teils grundlegend von der Realität in Lebensmitteln.

In einem Speiseöl liegt kein isolierter Wirkstoff vor, sondern immer ein komplexes Gemisch aus vielen verschiedenen Verbindungen. Diese beeinflussen sich gegenseitig, können sich verstärken, in manchen Fällen abschwächen oder in ihrer Wirkung verändern.

Das bedeutet: Die wissenschaftlichen Erkenntnisse liefern wichtige Hinweise auf mögliche Eigenschaften einzelner Stoffe. Sie lassen sich jedoch nicht direkt auf die Wirkung eines natürlichen Lebensmittels übertragen.

Genau deshalb ist es sinnvoll, Speiseöle nicht isoliert über einzelne Stoffe zu bewerten, sondern als Ganzes zu betrachten.

8. Fazit

Geruch und Geschmack in Speiseölen entstehen nicht durch einzelne Stoffe, sondern durch das Zusammenspiel vieler Verbindungen. Ätherische Öle, natürliche Inhaltsstoffe und Verarbeitung greifen dabei ineinander und prägen gemeinsam den Charakter eines Öls.

Wer versteht, wie diese Faktoren zusammenwirken, erkennt auch, warum sich Öle so deutlich unterscheiden können – und was ein wirklich gutes Öl ausmacht.

9. Quellenverzeichnis:

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